WAS STEHT DRAUF,
WAS IST DRIN?

Die wichtigsten Kriterien des Tierwohllabels und deren Bedeutung für die Tiere.

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Das Tierwohllabel soll dem Verbraucher eine Hilfestellung bieten, um sich beim Einkauf bewusst für ein tierfreundlicheres Produkt entscheiden zu können. Die Kriterien sollen bereits in der Einstiegsstufe eine wesentliche Verbesserung für die Tiere darstellen.

Was wirklich dahintersteckt:

Das Tierwohllabel hält in der Einstiegsstufe - teilweise nicht einmal die gesetzlichen Mindeststandards ein. Per Gesetz bereits seit Jahren verbotene Praktiken, die die Tiere an die viel zu engen Haltungsbedingungen anpassen sollen, werden weiterhin genutzt. Dafür steigen die Produktpreise um ca. 20%. Ein Skandal für Millionen von Tieren und ein Betrug am Verbraucher.

Was VIER PFOTEN fordert:

Das staatliche Tierwohllabel stellt in der aktuellen Form keine wesentliche Verbesserung dar und ist somit eine Mogelpackung für Tier und Mensch. Das Label in seiner jetzigen Form muss gestoppt werden!

Was wirklich dahintersteckt:

Das Tierwohllabel hält in der Einstiegsstufe teilweise nicht einmal die gesetzlichen Mindeststandards ein. Per Gesetz bereits seit Jahren verbotene Praktiken, die die Tiere an die viel zu engen Haltungsbedingungen anpassen sollen, werden weiterhin genutzt. Dafür steigen die Produktpreise um ca. 20%. Ein Frevel an Millionen von Tieren und ein Betrug am Verbraucher.

Platzangebot und
Bodengestaltung

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Das Platzangebot für Schweine wird um 30% vergrößert.

Was wirklich dahintersteckt:

Das Tierwohllabel hält in der Einstiegsstufe - teilweise nicht einmal die gesetzlichen Mindeststandards ein. Per Gesetz bereits seit Jahren verbotene Praktiken, die die Tiere an die viel zu engen Haltungsbedingungen anpassen sollen, werden weiterhin genutzt. Dafür steigen die Produktpreise um ca. 20%. Ein Skandal für Millionen von Tieren und ein Betrug am Verbraucher.

Was VIER PFOTEN fordert:

eine Vergrößerung des Platzangebots um mindestens 50%. Zusätzlich sollte mehr als die Hälfte der Fläche als eingestreuter Liegebereich konzipiert sein, um den Tieren Rückzugsmöglichkeiten und eine weiche Liegefläche zu bieten.

Was wirklich dahintersteckt:

Das Platzangebot erhöht sich unwesentlich von 1,0 m² auf 1,3 m². Ein separater Liegebereich für die Tiere ist nicht vorgesehen. Schweine dürfen weiterhin auf hartem Betonboden ohne Einstreu gehalten werden. An den unwürdigen Haltungsbedingungen ändert sich also nichts.

Schwanzkupieren
bei ferkeln

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Es ist ein schrittweiser Ausstieg aus dem systematischen Abschneiden von Ringelschwänzen bei Ferkeln geplant. Zusätzlich gibt es Beratungsangebote, die den Ausstieg erleichtern.

Was wirklich dahintersteckt:

Es gibt keine Verpflichtung, mit dem routinemäßigen Schwanzabschneiden aufzuhören. Es bleibt somit weiterhin geduldet und verschwindet hinter pauschalen Phrasen. Das routinemäßige Schwanzkupieren ist seit 1994 EU-weit verboten. Es wird jedoch von 99% der Schweinehalter trotzdem parktiziert. Geahndet wird dies ebenfalls nicht.

Was VIER PFOTEN fordert:

ein generelles Verbot des Schwanzkupierens und die Einhaltung des seit 1994 vorgeschriebenen gesetzlichen Verbotes, Schweinen routinemäßig die Ringelschwänze abzutrennen.

Was wirklich dahintersteckt:

Es gibt keine Verpflichtung, mit dem routinemäßigen Schwanzabschneiden aufzuhören. Es bleibt somit weiterhin geduldet und verschwindet hinter pauschalen Phrasen. Das routinemäßige Schwanzkupieren ist seit 1994 EU-weit verboten. Es wird jedoch von 99% der Schweinehalter nicht eingehalten. Geahndet wird dies ebenfalls nicht.

Haltung von sauen

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Sauen dürfen im Deckbereich nur noch 4 Tage im sogenannten Kastenstand fixiert werden.

Was wirklich dahintersteckt:

Nach den Kriterien des geplanten Labels sollen Sauen zusätzlich zu der Fixierung im Deckbereich weiterhin während der gesamten Säugezeit wochenlang im Kastenstand dauerfixiert werden können. In diesem Metallkäfig ist es für das Tier sogar unmöglich, sich umzudrehen.

Was VIER PFOTEN fordert:

ein Verbot der wochenlangen Dauerfixierung der Sauen im Kastenstand. Die Möglichkeit zur freien Bewegung muss jederzeit gegeben sein.

Was wirklich dahintersteckt:

Nach den Kriterien des geplanten Labels, sollen Sauen zusätzlich zu der Fixierung im Deckbereich, weiterhin während der gesamten Säugezeit wochenlang im Kastenstand dauerfixiert werden können. In diesem Metallkäfig ist es für das Tier sogar unmöglich, sich umzudrehen.

Raufutter und
Beschäftigung

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Ein ständiger Zugang zu Raufutter (wie z.B. Heu und Stroh) muss gewährleistet sein. Ausgenommen sind säugende Sauen mit Ferkeln.

Was wirklich dahintersteckt:

Diese Vorgabe ist dann sinnvoll, wenn jedes Tier ausreichend Heu und Stroh zur Verfügung hat und dies auch übergeprüft wird. Denn ein ständiger Zugang zu Beschäftigungsmaterial ist seit 10 Jahren EU-weit vorgeschrieben, wird aber nicht eingehalten. Daran wird sich auch durch Einführung des Labels nichts ändern.

Was VIER PFOTEN fordert:

Eine klare Definition einer Mindestmenge, die jedem Tier zur Verfügung stehen muss. Eine ständige Kontrolle des Angebots. Säugende Sauen dürfen aus dieser Regelung nicht ausgenommen werden, denn gerade vor der Geburt brauchen Sauen Material, um ein Nest für ihre Ferkel zu bauen.

Was wirklich dahintersteckt:

Diese Vorgabe ist dann sinnvoll, wenn jedes Tier ausreichend Heu und Stroh zur Verfügung hat und dies auch überprüft wird. Denn ein ständiger Zugang zu Beschäftigungsmaterial ist seit 10 Jahren EU-weit vorgeschrieben, wird aber nicht eingehalten. Daran wird sich auch durch Einführung des Labels nichts ändern.

Betäubung

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Für die Kastration müssen alle Tiere betäubt werden.

Was wirklich dahintersteckt:

Ab dem 01.01.2019 wird dies zum gesetzlichen Standard in Deutschland. Beim staatlichen Label gilt das Verbot der betäubungslosen Kastration auch für importierte Ferkel. Es wird jedoch nicht geregelt, welche Form der Betäubung angewendet werden darf. Das qualvolle Betäuben mit CO2, wie in den Niederlanden üblich, bleibt somit erlaubt.

Was VIER PFOTEN fordert:

Eine klare Definition tiergerechter, erlaubter Betäubungsmittel. Anwendung nur durch den Tierarzt. Oder eine tierfreundliche Alternative wie z.B. die Ebermast.

Was wirklich dahintersteckt:

Ab dem 01.01.2019 wird dies zum gesetzlichen Standard in Deutschland. Beim staatlichen Label gilt die Vorgabe der betäubungslosen Kastration auch für importierte Ferkel. Es wird jedoch nicht geregelt, welche Form der Betäubung angewendet werden darf. Das qualvolle Betäuben mit CO2, wie in den Niederlanden üblich, bleibt somit erlaubt.

Transportdauer

Was das staatliche Tierwohllabel in der Einstiegsstufe verspricht:

Die Dauer des Transports von Schweinen wird auf maximal 8 Stunden begrenzt.

Was wirklich dahintersteckt:

Der gesetzliche Mindeststandard schreibt eine Transportdauer von 8 Stunden am Stück vor, unter Einhaltung bestimmter Vorgaben sind aber bis zu 24 Stunden erlaubt. Eine Begrenzung auf 8 Stunden bedeutet immer noch eine stundenlange Reise, meist in extremer Enge und ohne Zugang zu Wasser.

Was VIER PFOTEN fordert:

eine gesamte Transportdauer von maximal 4 Stunden, um den Stress für die Tiere so gering wie möglich zu halten.

Was wirklich dahintersteckt:

Der gesetzliche Mindeststandard schreibt eine maximale Transportdauer von 8 Stunden am Stück vor, unter Einhaltung bestimmter Vorgaben sind aber bis zu 24 Stunden erlaubt. Eine Begrenzung auf 8 Stunden bedeutet immer noch eine stundenlange Reise, meist in extremer Enge und ohne Zugang zu Wasser.